Call for Papers der ÖGS Sektion ‚Recht & Gesellschaft‘

Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie 2017, 7.-9.12.2017 in Graz

Freiheitsentzug jenseits von Kriminalstrafe – Pflege, Psychiatrie, Schubhaft und andere Formen des Einsperrens

Das geplante Panel widmet sich diversen Formen des Freiheitsentzugs jenseits der Kriminalstrafe. Willkommen sind empirische und/oder sozialtheoretische Beiträge, die beispielsweise folgende Fragen aufgreifen könnten:

  • Was ist über die Rechtswirklichkeit unterschiedlicher Formen des ‚Ein- bzw. Wegsperrens‘ jenseits der gerichtlich verhängten Freiheitsstrafe bekannt?
  • Wie werden „privat“ (nicht-staatlich) organisierte Formen der Freiheitsbeschränkung (z.B. in Altenheimen) praktisch legitimiert und kontrolliert?
  • Inwiefern sind „klassische“ Theoriebestände und Analysekonzepte, die für das Gefängnis oder die Anstaltspsychiatrie entwickelt wurden (Rusche/Kirchheimer, Foucault, Goffman etc.), auf andere Einsperrungsformen anwendbar?
  • In welchem Verhältnis stehen diese Maßnahmen zu den Begriffen Exklusion, Strafe oder Sicherheit?
  • Und nicht zuletzt gilt es zu fragen, inwieweit sich die Sozialwissenschaft normativ in diesem Feld positioniert und wie sie mit praktisch-politischen Ansprüchen und Zurufen umgeht: Kann, will und soll sie zur Kritik, Begrenzung oder gar Überwindung von Phänomenen „atypischen“ Freiheitsentzugs beitragen?

Nähere Details zum Call: CfP Recht&Gesellschaft ÖGS-Kongress 2017

Vorschläge zu Beiträgen mit Titel und Abstract (max. 2000 Zeichen) bitte bis 23.4.2017 an rechtundgesellschaft@gmail.com schicken.