Call for Papers "Veränderte Ein- und Ausschlüsse in der Migrationsgesellschaft?"

Wir freuen uns über Einreichungen bei unserem Call for Papers “Veränderte Ein- und Ausschlüsse in der Migrationsgesellschaft?” beim ÖGS Kongress in Salzburg von 28.-28.9.2019.
Kaum ein anderes Thema der Sozialwissenschaften hat eine so reiche Diskussionstradition wie Fragen der gesellschaftlichen Inklusion und Exklusion, der (Nicht-) Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft und der Beziehungen einzelner Gemeinschaftsmitglieder zueinander. Ein- und Ausschlüsse werden unter verschiedensten Blickpunkten analysiert, seien es beispielsweise soziale Ungleichheiten, geschlechterspezifische Aspekte oder nationalstaatliche Perspektiven. Bedingt durch Veränderungen in den Bevölkerungsstrukturen und bestimmte Dynamiken öffentlicher, politischer und auch wissenschaftlicher Diskurse rückte in den letzten Jahren das Thema Migration in vielen Ländern immer stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit. Diese Session möchte den Veränderungen und/oder Kontinuitäten bei Inklusions- und Exklusionsprozessen in Migrationsgesellschaften nachgehen.
Wir wollen uns daher mit folgenden Fragen befassen:

  • Sind neue Dynamiken der In- und Exklusion festzustellen, inwiefern weisen diese historische Kontinuitäten auf und sind bestimmte Spezifika auszumachen?
  • Welches Verständnis von Gemeinsacht ist vorherrschend und wie hat sich dieses in Hinblick auf Zugehörigkeiten und deren Legitimation verändert?
  • Wie wird Inklusion und Teilhabe in Migrationsgesellschaft gelebt? Welche Rolle spielen hierbei (Sozial-)Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft?
  • Wie (re)konfigurieren sich ‘alte’ Solidargemeinschaften wie bspw. Gewerkschaften und Sozialstaat im migrationsgesellschaftlichen Kontext? Bilden sich neue Solidaritätsbeziehungen heraus und wie können diese beschrieben werden?
  • Welche Kontinuitäten und Veränderungen sind hinsichtlich gesellschaftlicher Exklusionsprozesse, wie etwa Rassismen, Sexismen, Ableismen, Klassismus und deren Verschränkungen festzustellen? Wie lassen sich diese Entwicklungen beschreiben und erklären?

Sprachen: deutsch/englisch
Bitte senden Sie einen aussagekräftigen Abstract Ihres geplanten Vortrags im Umfang von max. 400 Wörtern/3.000 Zeichen bis spätestens 31. März 2019 an clara.holzinger@univie.ac.at . Über die Annahme werden Sie bis spätestens Ende April 2019 informiert.

Migration und Bildung: Die Bedeutung soziologischer Migrationsforschung für Praxis und Politik

Die Veranstaltung  am 7.12.2018 in Wien (Institut für Soziologie) wurde zahlreich besucht und es fand eine rege Diskussion im Anschluss an den Vortrag von Frau Prof.in Dr.in Juliane Karakayali zum Thema: „Parallelklassen. Schule, Segregation und die Produktion von natio-ethno-kultureller Zugehörigkeit“ statt.
Zum Nachlesen: Der Forschungsbericht „Die Beschulung neu zugewanderter und geflüchteter Kinder in Berlin“