Wir möchten auf kommende Veranstaltungen und Calls for Papers im Frühjahr 2026 hinweisen:
Ringvorlesung „Klima- und Umweltkrisen: Aktuelle Perspektiven aus der Geschlechter- und Ungleichheitsforschung“ an der Universität Wien.
Die Ringvorlesung ist offen für alle Interessierten: https://bildungswissenschaft.univie.ac.at/veranstaltungen/einzelansicht-veranstaltungen/news/klima-umwelt-ungleichheit-krisenverhaeltnisse-und-sozial-oekologische-transformation-aus-perspektiv/
Die Ringvorlesung ist eine Kooperation der Universität Wien, der Wirtschaftsuniversität Wien und der Arbeiterkammer Wien.
- Einladung zur Diskussion: Männlichkeiten, Erwerbsarbeit und familiäre Fürsorge – neue Muster in der Arbeitswelt? Input zu aktueller Forschung über „Familiäre Carearbeit und elterliche Erwerbstätigkeit im Wandel“
Datum und Uhrzeit: 20.03.2026 16:00 – 18:00, danach geselliger Ausklang
Ort: FAKTory, Universitätsstraße 9, 1010 Wien
Empirische Forschungsergebnisse zeigen: Männlichkeitsnormen sind im Wandel. Aber sind diese Veränderungen auch in der Sphäre der Erwerbsarbeit sichtbar?
Vielmehr scheinen Normen der Verfügbarkeit von Arbeitnehmer:innen, unabhängig vom Geschlecht, weiter zu bestehen. Diese macht sich auch in Differenzierungen von Eltern und Nicht-Eltern bemerkbar.
Mit Blick auf „Elternkarenz und soziale Nachhaltigkeit“ werden soziale Ungleichheiten in der Erwerbsarbeitswelt thematisiert und diskutiert. Denn auch wenn Österreich beiden Elternteilen Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld und Elternkarenz bietet, werden diese Rechte von Frauen in weit höheren Maß in Anspruch genommen. Wir diskutieren auf der Basis aktueller Forschung, wie hier Veränderungen initiiert werden können.
Die Diskussion findet im Rahmen der Lehrveranstaltung „Hybride Männlichkeiten – Oszillieren in Konzeptionen von Männlichkeiten“ statt und ist für alle Interessierten offen.
Input von Gerlinde Mauerer (Universität Wien), Sprecherin der Sektion Feministische Theorie und Geschlechterforschung der ÖGS – Österreichische Gesellschaft für Soziologie.
Diese Veranstaltung ist Teil des FEM*Powerment-Schwerpunkts in der FAKTory. Feministischer Kampftag ist an 365 Tagen im Jahr, im März trommeln wir gemeinsam und umso lauter gegen das Patriarchat und für eine geschlechtergerechte Welt. Um Anmeldung wird gebeten:
- Einladung zur Diskussion: Zeit ist Geld: Die strukturelle Benachteiligung von Frauen im Lebenslauf. Diskussion mit Sigrid Kroismayr, Gerlinde Mauerer und Christine Mayrhuber
Datum und Uhrzeit: Montag, 20.April 2026 18:30 – 20:00, danach geselliger Ausklang
Ort: FAKTory, Universitätsstraße 9, 1010 Wien.
Link zur Veranstaltung: https://veranstaltung.akwien.at/de/zeit-ist-geld-die-strukturelle-benachteiligung-von-frauen-im-lebenslauf
Die Veranstaltung findet in einer Kooperation der FAKTory mit der Sozialwissenschaftlichen Rundschau statt. Um Anmeldung wird gebeten.
Als vor mehr als 30 Jahren die schrittweise Anhebung des Regelpensionsalters von Frauen beschlossen und den Männern gleichgestellt wurde, ging man davon aus, dass bis dahin die finanziellen Benachteiligungen von Frauen am Arbeitsmarkt beseitigt sein würden. So optimistisch – so falsch: Ein Blick auf die Realität belehrt eines Besseren. Noch immer ist familiäre Sorgearbeit über weite Strecken weiblich.
In der Diskussion mit Sigrid Kroismayr, Gerlinde Mauerer und Christine Mayrhuber stehen Familiengründung und Pensionsübergang und deren finanziellen Implikationen für Frauen im Mittelpunkt.
Weitere Veranstaltungen und Calls for Papers:
Der Workshop „Konsum und Geschlecht“ adressiert die bislang wenig bearbeitete Verflechtung von Konsum und Geschlechterverhältnissen und bringt Verbraucher:innen- mit Geschlechterforschung zusammen.
Datum: 14. September 2026 | Düsseldorf, Abstract-Deadline: 8. Mai 2026
Abstract: max. 2.000 Zeichen inkl. Leerzeichen
Mögliche Themen umfassen theoretische Perspektiven auf Geschlecht und Konsum, historische Entwicklungen des Verbraucher:innenschutzes, Konsumpraktiken, Zugang zu Waren und Dienstleistungen, Institutionen und Organisationen, Recht und Regulierung sowie Digitalität und algorithmische Konsumregime. Intersektionale, queere, postkoloniale und dekoloniale Perspektiven sind ausdrücklich willkommen.
Zum Call for Papers: https://www.verbraucherforschung.nrw/vernetzen/workshop-19-konsum-und-geschlecht-cfp-117334
DGS – Deutsche Gesellschaft für Soziologie: Aktuell
Sexuelle Verhältnisse. Wandel – Persistenz – Konflikt
Einreichungen bis 8. März 2026
Tagung der AG Sexualität und Gesellschaft in der DGS am 09. und 10. Juli 2026 an der Hochschule Fulda.
„Geschlechter des Sozialen: Dialoge zu Verortungen und Perspektiven soziologischer Theorien“ am 12. und 13. März 2026 im Dortmunder U der TU Dortmund: gemeinsame Frühjahrstagung der Sektionen „Frauen- und Geschlechterforschung“ und „Soziologische Theorie“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS)
- Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie: Zukünfte der Gesellschaft an der Johannes Gutenberg-Universität JGU Mainz vom 28. September bis 2. Oktober 2026
Veranstaltungen der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung:
Zukünfte von Arbeits- und Geschlechterverhältnissen im Spätkapitalismus (in Kooperation mit der Sektion der Arbeits- und Industriesoziologie)
Organisation: Tine Haubner (Bielefeld), Nina Hossain (Göttingen), Mona Motakef (Dortmund), Virginia Kimey Pflücke (Cottbus-Senftenberg), Lena Weber (Mannheim)
Call for papers (Einreichung bis 31. März 2026):
Zukünfte der Geschlechterforschung – Aktuelle Herausforderungen
Organisation: Friz M. Trzeciak (Göttingen), Corinna Schmechel (Göttingen), Tina Spies (Kiel), Folke Brodersen (Gießen)
Call for papers (Einreichung bis 31. März 2026):
Konferenz-Aviso (Call beendet, eine Registrierung ist bis zum Konferenzbeginn mit Late Registration Fees möglich):
Work and Family Researchers Network Conference 2026 – June 17-20, 2026, at Concordia University in Montreal Canada.
Informationen zur Konferenz und Registrierung und unter https://wfrn.org/2026-work-and-family-researchers-network-conference/
Call for Papers der Zeitschrift GENDER
Generationenverhältnisse und Genealogien berühren zentrale Fragen der Geschlechterforschung und -politik: Wem ist es möglich unter welchen gesellschaftlichen Bedingungen welches (materielle wie geistige) Erbe weiterzugeben? Welche Kenntnisse und Fertigkeiten werden überhaupt als traditions-fähig in den jeweiligen historischen Geschlechterverhältnissen anerkannt? Wie blicken die Generationen wechselseitig auf die Konstitution von Geschichte, Weitergabe und Transformation? Wie sind die Generationenverhältnisse vergeschlechtlicht und was behindert deren Analyse und Kritik? Welche Rolle spielen Konstellationen, in denen das Generationenverhältnis und Genealogiebildung durch Flucht, (erzwungene) Migration oder Eliminierung zerstört sind? Diese Erfahrungen wie auch die Verhinderung bestimmter geschlechtlicher Genealogien führen zur Herausforderung, wie überhaupt Genealogien (wieder) hergestellt werden können. Die etablierte Geschlechterforschung hat sich auch zu fragen, welche theoretischen Ansätze und Gegenstände sich in sie einschreiben konnten und welche Genealogien verworfen wurden.
Herausgeberinnen sind Denise Bergold-Caldwell, Anne Schlüter und Jeannette Windheuser.
Einreichung von Abstracts bis 12. April 2026.
Der vollständige Call (auf Deutsch und Englisch) findet sich im Anhang und unter https://www.gender-zeitschrift.de/call-for-papers-gz
- Hinweise auf Neuerscheinungen:
Aulenbacher, Brigitte; Haubner, Tine (2025). Care and social reproduction in a careless world: A conversation on theoretical and transformative approaches | Berliner Journal für Soziologie, https://doi.org/10.1007/s11609-025-00569-0.
Bargetz, Brigitte. 2025. Ambivalenzen der Empathie als demokratiepolitisches Potenzial. feministische studien, 43(1), pp. 73-88. https://doi.org/10.1515/fs-2025-0005.
Décieux, Fabienne, Deindl, Raphael (2025). Regulation and crisis of childcare from Fordism to neoliberalism—path dependencies and simultaneities in institutional childcare and family policy.| Berliner Journal für Soziologie, https://link.springer.com/article/10.1007/s11609-025-00567-2.
Durnová, Anna, und Julia Schmid (2025). Interpretation, emotions, and intersectionality: Exploring and extending Arlie Hochschild’s legacy. In: Kusenbach, Margarethe, and Michaela Pfadenhauer & M. Kusenbach (Hrsg.), Elgar handbook of interpretive research methods. Edward Elgar Publishing, p. 527-537.
Gerold, S., Gruszka, K., Sardadvar, K., Theine, H. & Pillinger, A. (2025): Outsourcing Domestic Work in the Crisis of Social Reproduction: Platform-Mediated Cleaning and the Role of Clients, in: New Technology, Work and Employment 40(3). https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/ntwe.70015
Mauerer, Gerlinde (2025). Elternschaft, Geld und Geschlecht: Partnerschaftliche Vereinbarungen und elterliche Bemühungen um geschlechtergerechte Arbeitsaufteilungen. In: SWS – Sozialwissenschafliche Rundschau, Neue Umgangsformen mit Geld und Finanzen, 65. Jg., Heft 2/ 2025, Wien, S. 185–200.
Mauerer, Gerlinde (2025). Hybride Männlichkeiten praxeologisch analysiert: Väter als sorgende Elternteile in der frühen Phase von Elternschaft. /Österreich Z Soziol/ *50*, 3 (2025). https://doi.org/10.1007/s11614-025-00588-4.
Reiter, C. & Sardadvar, K. (2025): Hermeneutics as a method of interpretation: line by line to the reconstruction of meaning. In: Handbook of Interpretive Research Methods in the Social Sciences. Kusenbach, M. & Pfadenhauer, M. (Hrsg.). Cheltenham: Edward Elgar Publishing, 241-257
Sardadvar, Karin. 2026. Hidden work at the fissured workplace: ambivalent visibility in daytime cleaning. Frontiers in Sociology, Volume 11, https://doi.org/10.3389/fsoc.2026.1696463.
- Ersuchen um Zusendung von Ankündigungen:
Für kommende Newsletter ersuchen wir alle Mitglieder unserer Sektion um die Zusendung von Hinweisen zu Neuerscheinungen, zu Veranstaltungen oder (Stellen-) Ausschreibungen, die im Themenbereich unserer Sektion Feministische Theorie und Geschlechterforschung liegen
Die Sektion
Die Sektion Feministische Theorie und Geschlechterforschung ist ein Zusammenschluss von SozialwissenschaftlerInnen, die in den Bereichen Geschlechtersoziologie und Gender Studies arbeiten. Sie bildet einen organisatorischen Rahmen für den fachlichen Austausch (z.B. in Form von Veranstaltungen und Vorträgen) innerhalb und außerhalb der Universitäten in Österreich und darüberhinaus.
Zielsetzungen der Sektion:
- Die Verankerung und Förderung der feministischen Forschung und Geschlechterforschung in Lehre und Forschung innerhalb der Soziologie sowohl im universitären wie im außeruniversitären Bereich.
- Aufbau und Ausbau eines Netzwerkes von Lehrenden und Forscher*innen innerhalb der Soziologie, um den Informationsaustausch und die Kommunikation zu verbessern und einen intensiveren Austausch von Erfahrungen zu ermöglichen; Zusammenarbeit mit anderen Sektionen in der ÖGS zu übergreifenden Themenbereichen; interdisziplinäre Zusammenarbeit; Aufbau und Ausbau internationaler Kontakte.
- Die Organisation von Veranstaltungen wie Tagungen, Podiumsdiskussionen und Vortragsreihen zu Themen der feministischen Forschung und Geschlechterforschung; Einrichtung eigener Arbeitskreise bei den Österreichischen Kongressen für Soziologie.
- Regelmäßige Information der Mitglieder über die Arbeit des Sektionsrates, geplante Veranstaltungen, Call for Papers, Neuerscheinungen der Mitglieder etc. auf der Sektions-Website.
Arbeitsschwerpunkte
Die Arbeit der Sektion richtet sich auf die wissenschaftliche Analyse und gesellschaftspolitische Auseinandersetzung mit der Situation der Geschlechterbeziehungen, die quer über alle Gesellschaftsbereiche soziale Beziehungen strukturieren:
Auf der makrosozialen Ebene der Geschlechterverhältnisse, auf der Mikroebene der Interaktionen und sozialen Praktiken sowie auf den intermediären Ebenen der gesellschaftlichen Institutionen und Organisationen.
In diesem Zusammenhang geht es um Fragen der Modernisierung und die Erforschung von Gestaltungspotenzialen ebenso wie um die Ergründung der Reproduktion historisch gewachsener Strukturen, etwa der andauernden Benachteiligung von Frauen im Bereich der privaten und beruflichen Arbeitsteilung und Entlohnung.
Zudem sind Geschlechterbeziehungen nicht nur lokal und national strukturiert und werden in diesen Kontexten erlebt, sondern sie sind auch in globale Prozesse eingebettet. In diesem Sinne legt die Sektion in ihrer Arbeit einen Fokus auf transnationale bzw. globale Prozesse der Vergesellschaftung, um sich mit der Interaktion der verschiedenen räumlichen Dimensionen und mit der damit verbundenen (Re-)Produktion intersektionaler sozialer Ungleichheiten in der Geschlechterforschung auseinanderzusetzen.
Die inhaltliche Arbeit der Sektion äußert sich in verschiedenen Veranstaltungen, wie Tagungen, Vorträgen und Workshops. Ferner nimmt die Sektion regelmäßig an den Kongressen der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie mit eigenen Veranstaltungen sowie gemeinsamen Veranstaltung mit weiteren ÖGS-Sektionen teil. Darüber hinaus unterstreicht die Sektion ihre internationale Ausrichtung durch Kooperation mit den korrespondierenden Sektionen für Frauen- und Geschlechterforschung der Deutschen und Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie, z.B. im Rahmen der „Drei-Länder-Kongresse“.
Gründung
Die Gründung der Sektion (als „Sektion Frauenforschung in der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie“) erfolgte im Herbst 1987 und geht auf die Initiative von Eva Cyba zurück. Mit diesem Schritt sollte der aktuellen Entwicklung in Forschung und Lehre entsprochen werden und die feministische Forschung und Frauenforschung – relativ spät nach der Gründung der ÖGS im Jahr 1950 – ein Forum bekommen.
Im Jahr 2003 änderte die Sektion ihre Bezeichnung auf „Sektion Feministische Theorie und Geschlechterforschung“. Seit 1998 wird die Sektionsarbeit durch eine*n Sprecher*in und einen Sektionsrat geleitet.
Informationen zur Mitgliedschaft
Die Sektion hat derzeit ca. 150 Mitglieder aus dem außeruniversitären und universitären Bereich. Die Mitgliedschaft in der Sektion Feministische Theorie und Geschlechterforschung ist nicht an die Mitgliedschaft in der ÖGS gebunden. Der Beitritt zur Sektion erfolgt durch eine formlose Erklärung, ebenso die Beendigung der Mitgliedschaft. Mitgliedsbeitrag wird derzeit keiner eingehoben.
Kontakt
Um mit dem Sektionsrat in Kontakt zu treten – z.B. um der Sektion beizutreten, bei Fragen, oder um einen Veranstaltungs- oder Ausschreibungshinweis über die E-mail-Liste der Sektion zu verschicken – schreibt uns einfach eine Email: fthg@oegs.ac.at
Sektionsrat
Sprecherin
Mag. Dr. Gerlinde Mauerer
Institut für Soziologie
Universität Wien
Rooseveltplatz 2
1090 Wien
E-Mail: gerlinde.mauerer(at)univie.ac.at
Rätinnen
Dr.in Fabienne Décieux
Universität Innsbruck
Institut für Soziologie
Forschungsbereich „Dynamics of Work, Care and Gender“
Universitätsstraße 15
6020 Innsbruck
fabienne.decieux(at)uibk.ac.at
Johanna Grubner, M.A.
Institut für Soziologie, Abteilung für Gesellschaftstheorie und Sozialanalysen
Johannes Kepler Universität Linz
Altenberger Straße 69
4040 Linz
Tel.: 0732 2468 7748
E-Mail: johanna.grubner(at)jku.at
Dr.in Katharina Kreissl
Fachbereich Politikwissenschaft und Soziologie, Abteilung Soziologie und Kulturwissenschaft
Paris Lodron Universität Salzburg
Rudolfskai 42
5020 Salzburg
Tel.: 0662 8044-4116
E-Mail: katharina.kreissl(at)jku.at
Anna Pillinger, MA MSc
Abteilung Gesellschaftstheorie und Sozialanalysen
Institut für Soziologie
JKU – Johannes Kepler Universität Linz
Altenberger Straße 69
4040 Linz
+43 732 2468 7741
E-Mail: anna.pillinger(at)jku.at
Dr. Karin Sardadvar
Universität Wien
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaften
Institut für Bildungswissenschaften
Sensengasse 3a
1090 Wien
Tel.: +43 (0)1 4277 46716
E-Mail: karin.sardadvar(at)univie.ac.at
