Gesundheits- und Medizinsoziologie Sektion der ÖGS

Aktuelles

Dreiländer Kongress Gesundheits- und Medizinsoziologie 2019 „Krankheit und Gesundheit im Lebensverlauf“ – Winterthur 27./28.8.2019

Tagung der Fachvertretungen

Sektion Medizin- und Gesundheitssoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

Sektion Gesundheits- und Medizinsoziologie der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie

Forschungskomitee Gesundheitssoziologie der Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie

und der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie e.V.

Call for Abstracts – Deadline 15.3.2019

http://www.gessoz-kongress.ch/index.php/dgm/dgm2019/schedConf/cfp

Abstracts für Referate können entweder für eine der geplanten Sessionen (sessionsspezifische Calls) oder zum „Allgemeinen Call“ eingegeben werden.

Den Allgemeinen Call for Abstracts finden Sie hier. Die Begutachtung übernimmt die lokale Tagungsleitung. Aus den angenommenen Abstracts stellt sie zusätzliche Sessionen zusammen.
Zudem sind zum allgemeinen Call auch Poster-Beiträge für die Poster-Session sehr willkommen. Bitte vermerken Sie hierzu bei der Eingabe das Stichwort „Poster“ bei den „Anmerkungen an Sessionsleitung / Tagungsleitung“.

 

Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie 2019 „Alles im Wandel – Dynamikenund Kontinuitäten moderner Gesellschaften“ – Salzburg, 26.-28.9.2019

Die Sektion Medizin- und Gesundheitssoziologie organisiert am kommenden Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie zwei Sessions. Bitte senden Sie ein aussagekräftiges Abstract Ihres geplanten Vortrags im Umfang von max. 400 Wörtern/3.000 Zeichen bis spätesten 31. März 2019 per Email an die angeführte Kontaktperson der Session. Über die Annahme werden Sie bis spätestens Ende April 2019 informiert.

Call: Digitale Gesundheit

In der Gesundheitssoziologie sowie den Science and Technology Studies hat sich unter dem Begriff „Digital Health“ ein Forschungsfeld entwickelt, das die Einführung von digitalen Technologien im Gesundheitsbereich in den Blick nimmt und untersucht, wie diese Technologien Erfahrungen von Gesundheit und Krankheit, Praktiken der Selbstversorgung (Self-Management) und Gesundheitsförderung und die Organisation der Krankheitsversorgung und des Gesundheitsmanagements verändern.

Digitale Technologien können im Gesundheitsbereich viele und heterogene Anwendungen finden. Telemedizin ermöglicht virtuelle Arzt-/Patientengespräche sowie unmittelbaren Austausch von medizinischen Daten und entbindet Krankenbehandlung von räumlichen und in gewissem Maß auch von zeitlichen Kontexten. Bei mobilen Gesundheitstechnologien (mHealth) handelt es sich um tragbare und intelligente Objekte wie Smartphones, Apps, Watches und Armbänder (z.B. Fitbit). Diese werden zur Beobachtung von Patientenverhalten (z.B. Medikamenteneinnahme), zur Förderung gesunder Lebensstile  und zur Überwachung biometrischer Daten und körperlicher Funktionen (z.B. Bewegungsaktivität) benutzt. Schließlich lassen sich noch medizinische Websites und Datenbanken nennen, die PatientInnen und professionelle Akteure aufsuchen, um sich über aktuelle Gesundheitsinformationen und Behandlungsmethoden in Kenntnis zu setzen.

In der Session sollen die Auswirkungen der „Digitalisierung“ der Gesellschaft mit Fokus auf Krankheitsversorgung und Gesundheitsentwicklung kritisch in den Blick genommen und entlang unterschiedlicher Dimensionen diskutiert werden. Hierfür laden wir besonders Beiträge zu folgenden Themenstellungen ein:

  • Unter dem Thema ‚Digitales Wissen‘ soll diskutiert werden, wie in soziotechnischen Beziehungen des Self-Trackings mit Hilfe digitaler Technologien quantifizierte Daten erzeugt, ausgetauscht, interpretiert und in Gesundheitspraktiken verwendet werden.
  • Im Themenfeld ‚Digitale Netzwerke‘ möchten wir Beiträge einladen, die der Frage nachgehen, wie neue Modi der Konnektivität die Kommunikation und die Beziehungen zwischen Professionellen und Klienten verändern.
  • Im Themenfeld ‚Digitale Temporalitäten‘ laden wir Beiträge ein, die untersuchen, wie das digitale Gedächtnis Zugang zu unmittelbaren Konstruktionen der Krankheitsgeschichte (z.B. durch persönliche Verlaufskurven medizinischer Tests) oder des Gesundheitsverhaltens liefern und durch Projektionen auf die Zukunft Gesundheitspraktiken beeinflussen.
  • Schließlich landen wir Beiträge ein, die sich mit Fragen der Herausforderung der Implementation von digitalen Technologien in Krankenversorgung und Gesundheitsmanagement beschäftigen und aufzeigen, wie sich im Zuge der Digitalisierung professionelle und organisationale Routinen verändern.

Kontaktperson: Karl Krajic – Müllnergasse 14/18 – karl.krajic@unvie.ac.at

 

Call – Allgemein 

Ein wesentliches Ziel der Sektion Medizin- und Gesundheitssoziologie der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie ist es, Soziolog_innen die in Österreich zu diesem Themenbereich forschen zu vernetzen und einen Raum für Austausch und Diskussion zu bieten.

Viele Medizin- und Gesundheitssoziologinnen und Soziologen, sind an Schnittstellen zwischen wissenschaftlicher Grundlagenforschung und „angewandten“ Handlungsfeldern tätig, wobei der Schwerpunkt ihrer Forschung in vielen Fällen sehr nahe an Perspektiven der Praxisfelder liegt.

Das Österreichische Gesundheitssystem unterliegt derzeit einem tiefgreifenden Wandel. Dies betrifft unter anderem die Sozialversicherungen aber auch die Basisversorgung mit der Etablierung von primary health care centers oder Weiterentwicklungen im Bereich der Versorgung im Kontext der psychosozialen Gesundheit, aber auch die Prävention und Gesundheitsförderung.

Ein Ziel dieses Panels ist es, Probleme und Herausforderungen für die Medizin- und Gesundheitssoziologie zwischen Theorie und Praxis auf einer Metaebene oder aber auch anhand konkreter Projekte zu diskutieren. Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit den Ursachen und den Konsequenzen von Dynamiken und Kontinuitäten im erweiterten Gesundheitssektor aber auch hinsichtlich der Diskurse und individuellen Herausforderungen zu Themen von Gesundheit und Krankheit im Feld des bio-psycho-sozialen Paradigmas.

Ein weiteres Ziel des Panels ist die Auseinandersetzung mit der Lebensqualität und Veränderungen der Lebensbedingungen und der Lebensqualität und deren Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden.

Wir freuen uns daher über Beiträge zum Themenbereich der Medizin- und Gesundheitssoziologie welche sich mit den oben genannten Themen und auch mit Fragen auseinandersetzen.

Wir verstehen den Kongress der ÖGS und das Panel der Medizin- und Gesundheitssoziologie aber auch als Raum für Austausch zwischen Medizin- und Gesundheitssoziolog_innen in Österreich.

Es sind daher alle aktuellen Beiträge aus dem Bereich der Medizin- und Gesundheitssoziologie in Österreich willkommen, die die Kolleg_innen für eine soziologische Perspektive insgesamt für relevant halten.

Vortragsvorschläge im Umfang von ca. 250 Worten können bis zum 31.3.2019 an Johanna Muckenhuber geschickt werden, die die Panels für die Sektion koordiniert. Über die Annahme werden Sie bis spätestens Ende April 2019 informiert.

Johanna.muckenhuber@fh-joanneum.at