Willkommen auf der Homepage der Sektion sozialwissenschaftlicher Methoden und Forschungsdesigns
Mission Statement / Zielsetzung und Selbstverständnis
Die Sektion und Mitglieder verstehen sich als Vertreterin sozialwissenschaftlicher Methoden und Forschungsdesigns in ihrer gesamten Bandbreite. Dies bedeutet, dass wir das Ziel verfolgen, einen nachhaltigen, kritischen, aber wertschätzenden Austausch zwischen den Bereichen der qualitativen und quantitativen Sozialforschung in Österreich zu unterstützen und zu betreiben.
Entsprechend dieser breiten Ausrichtung bietet die Sektion sowohl Raum für die Auseinandersetzung mit empirischen Studien als auch für Diskussion von methodologischen wie methodischen Entwicklungen sowie Datenanalyse- und Auswertungsverfahren.
Dabei verfolgt die Sektion das Ziel die Bedeutung von soziologischen Methoden und Forschungsdesigns sowohl in der soziologischen Forschung als auch Lehre zu stärken. Dazu werden bereits seit langem unregelmäßig – neben den zweijährigen ÖGS-Tagungen – Workshops und Off-Year-Konferenzen mit spezifischen Themenschwerpunkten angeboten, die sowohl etablierte Wissenschaftler*innen als auch den wissenschaftlichen Nachwuchs einladen, sich mit neueren und rezenten Entwicklungen im Bereich der empirischen Sozialforschung auseinanderzusetzen.
Neben diesen Aktivitäten bemüht sich unsere Sektion der Österreichischen Soziologie im Aufbau von sozialwissenschaftlicher Forschungsinfrastruktur eine Stimme zu geben (z.B.: PUMA – Plattform für Umfragen, Methoden und Analysen; AUSSDA – The Austrian Social Science Data Archive; Digitize! – Computational Social Sciences in der digitalen und sozialen Transformation)
Mitgliedschaft
Die Sektion heißt alle interessierten Mitglieder der ÖGS in der Sektion willkommen.
Haben Sie Interesse Mitglied der Sektion zu werden können Sie sich mit einem Mail an Dimitri.Prandner@jku.at anmelden.
Alle Mitglieder erhalten unregelmäßige Aussendungen der Sektion.
Sprecher*innen der Sektion
Die aktuellen Sprecher*innen der Sektion sind
- Dr.in Nina-Sophie Fritsch, Nina-Sophie.Fritsch@wu.ac.at
- PD.in Dr.in Barbara Hönig, Barbara.Hoenig@fh-joanneum.at
- Ass.-Prof. Dr. Patrick Kutschar, Patrick.Kutschar@pmu.ac.at
- Dr. Dimitri Prandner, Dimitri.Prandner@jku.at
- Univ.-Prof. Dr. Wilfred Uunk, Wilfred.Uunk@uibk.ac.at
Wir treffen uns im November an der FH Wiener Neustadt. Informationen und Anmeldemöglichkeit folgen.
Aber für Oktober stehen 2 weitere spannende Methodentalks an:
Und im Juni fand bereits unser erster Methodentalk 2026 statt:
JUGENDFORSCHUNG IM ZENTRUM METHODISCHER HERAUSFORDERUNGEN UND NEUERUNGEN
Die gemeinsame Wintertagung der Sektionen für Jugendsoziologie und für soziologische Methoden und Forschungsdesigns fand am 8. November 2024 hybrid an der Johannes Kepler Universität Linz in Oberösterreich statt und es nahmen mehr als 50 Personen aus beiden Sektionen teil!
THEMA DER TAGUNG
Im Rahmen der kooperativen Wintertagung der beiden ÖGS Sektionen wurden in drei Panels und einer Keynote aktuelle Entwicklungen in der Jugendsoziologie aus inhaltlicher aber insbesondere methodischer und methodologischer Perspektive vorgestellt.
Die Vortragenden präsentierten Forschung aus den Feldern der Pädagogik, Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft und Soziologie, mit dem Ziel eine breite sozialwissenschaftliche Diskussion über methodische Möglichkeiten und Limitierungen in der Jugendforschung aufzuzeigen.
Wir danken allen Vortragenden, die sich bereit erklärten, an der Veranstaltung teilzunehmen und allen Zuhörenden für Ihr Interesse und die spannenden Diskussionsbeiträge!
ABSTRACTBAND UND TAGUNGSPROGRAMM
Abstractband und Tagungsprogramm
KEYNOTE: Jugend 2024: Krisen, Frust und Optimismus
Vortragende: Gudrun Quenzel | Pädagogischen Hochschule Vorarlberg
Inhalt der Keynote: Die Shell Jugendstudie 2024 zeichnet das Bild von Jugendlichen in Deutschland als einer vielfältigen, durch unterschiedliche Einstellungen und Lebenslagen, ungleich verteilte Chancen und divergierende Zukunftssichten gekennzeichneten Generation. Seit der Shell Jugendstudie 2002 ist die Studie konsequent als Trendstudien angelegt, dadurch können die Auswirkungen vieler Umwälzungen und Krisen auf junge Menschen gezeigt werden, ohne junge Menschen von vorneherein als eine „Krisengeneration“ aufzufassen. Stattdessen werden längerfristige Entwicklungen in verschiedenen Subgruppen identifiziert.
Seit der letzten Studie im Jahr 2019 haben junge Menschen eine Reihe von tiefgreifenden Umwälzungen und Einschnitten erlebt: die Covid-19-Pandemie mit den Maßnahmen der Pandemiebekämpfung, der Krieg gegen die Ukraine, der Angriff auf Israel und der darauffolgende Krieg im Gaza-Streifen, Teuerung, wirtschaftliche Krisen und den Einzug von künstlicher Intelligenz in den Alltag. Es stellt sich deswegen die Frage, inwieweit sich diese lebensweltlichen Erfahrungen in Einstellungsänderungen oder in einem signifikanten Wertewandel niederschlagen.
Der Vortrag stellt im ersten Teil aktuelle Ergebnisse der Studie vor. Im zweiten Teil werden methodische Herausforderungen der Befragung von Jugendlichen allgemein (Erreichbarkeit und Sample, sprachliche Verständlichkeit und Klarheit, Erfassung des sozio-ökonomischen Status etc.) sowie von Trendstudien (gleichbleibende Fragestellungen bei veränderter Wirklichkeit, Jugendsprache vs. Erwachsenensprache, Trend vs. Aktualität etc.) diskutiert.
VON EINSCHRÄNKUNGEN ZU NEUEN PERSPEKTIVEN –
ERFAHRUNGEN UND REFLEXIONEN ÜBER SOZIALWISSENSCHAFTLICHE DATENERHEBUNG
Die Wintertagung der Sektion für soziologische Methoden und Forschungsdesigns der ÖGS fand vom 3. bis 4. November 2022 virtuell und in Präsenz an der Johannes Kepler Universität Linz in Oberösterreich statt!
THEMA DER TAGUNG
Die COVID-19-Panedemie führte dazu, dass in vielen Bereichen der Sozialwissenschaften traditionelle Methoden der Datenerhebung nur schwer zu realisieren waren. Speziell in Phasen von Lockdowns erwies es sich als schwierig, Feldaufenthalte zu planen und durchzuführen, sei es für Face-to-Face Befragungen, für Feldbeobachtungen oder auch für die Anwendung anderer qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden. Folglich haben viele Sozialwissenschafter*innen Feldphasen verschoben, Forschungsdesigns neu konzipiert und an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst sowie digitale Lösungen angewandt. Trotz der limitierten Forschungsmöglichkeiten erfuhr die empirische Sozialwissenschaft in den Jahren der COVID-19-Pandemie einen regelrechten Boom und es wurden eine große Anzahl an Projekten gestartet, die die globale Ausnahmesituation der Corona-Krise erfassen sollten.
Diese Erfahrungen werfen zahlreiche Fragen auf und machen eine methodische und methodologische Reflexion notwendig:
Es war uns eine Freude, dass wie diese Themen mit den Teilnehmer*innen bei unserer Jahrestagung in vier Panels und im Rahmen einer Keynote diskutieren durften!
KEYNOTE: SOZIALWISSENSCHAFTLICHE DATENERHEBUNG IM DIGITALEN ZEITALTER
Vortragender: Heinz Leitgöb (Universität Leipzig & Universität Frankfurt)
Inhalt der Keynote: Das angebrochene digitale Zeitalter eröffnet den Sozialwissenschaften einzigartige Möglichkeiten des Erkenntnisgewinns und der Erschließung neuer Forschungsfelder. So führt die Integration von neuartigen digitalen Technologien in die empirische Sozialforschung einerseits zur systematischen Ausdifferenzierung und Erweiterung des bestehenden Methodenspektrums. Andererseits entsteht dadurch eine enorme Fülle an Daten, die soziale, politische und wirtschaftliche Prozesse in bisher ungekannter zeitlicher, räumlicher und inhaltlicher Granularität abbilden (Stichwort: „digitale Verhaltensdaten“) und für wissenschaftliche Zwecke nutzbar gemacht werden können. Gleichsam sind mit diesen Entwicklungen auch große Herausforderungen verbunden, denen sich die empirische Sozialforschung zur nachhaltigen Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Disziplin konsequent stellen muss. Ziel des Vortrags ist es, ausgewählte Möglichkeiten der Digitalisierung der sozialwissenschaftlichen Datenerhebung und insbesondere die damit verbundenen Herausforderungen herauszuarbeiten.
SAMMELBAND: VON EINSCHRÄNKUNGEN ZU NEUEN PERSPEKTIVEN. ERFAHRUNGEN UND REFLEXIONEN ÜBER SOZIALWISSENSCHAFTLICHE DATENERHEBUNG
Der Sammelband zur Wintertagung ist online als Open Access Publikation via Zenodo verfügbar.
Der Tagungsband enthält auf 98 Seiten fünf Kapitel zu Vorträgen, die auf der Tagung gehalten wurden und einen Text über die Tagung und Hintergründe!
Referenz:
Prandner Dimitri, Eder Anja, Hauser Carina, & Wetzelhütter Daniela. (2023). VON EINSCHRÄNKUNGEN ZU NEUEN PERSPEKTIVEN. ERFAHRUNGEN UND REFLEXIONEN ÜBER SOZIALWISSENSCHAFTLICHE DATENERHEBUNG, Linz, Austria. Zenodo.
https://doi.org/10.5281/zenodo.7920285
Kapitel im Sammelband: 1>
Einleitung:
1 – Wetzelhütter Daniela, Prandner Dimitri, Eder Anja, & Hauser Carina. (2023). VON EINSCHRÄNKUNGEN ZU NEUEN PERSPEKTIVEN – ERFAHRUNGEN UND REFLEXIONEN ÜBER SOZIALWISSENSCHAFTLICHE DATENERHEBUNG WÄHREND DER COVID-19-PANDEMIE. In VON EINSCHRÄNKUNGEN ZU NEUEN PERSPEKTIVEN – ERFAHRUNGEN UND REFLEXIONEN ÜBER SOZIALWISSENSCHAFTLICHE DATENERHEBUNG WÄHREND DER COVID-19-PANDEMIE (pp. 9–16). Sektion für Soziologische Methoden und Forschungsdesigns der ÖGS.
https://doi.org/10.5281/zenodo.8275925
Beiträge der Anerkennungspreisträgerinnen aus dem wissenschaftlichen Nachwuchs:
2 – Csida Claudia. (2023). ONLINE-VIDEOKONFERENZ-INTERVIEWS: EXPERT*INNENINTERVIEWS IN ZEITEN DER COVID-19-PANDEMIE. In VON EINSCHRÄNKUNGEN ZU NEUEN PERSPEKTIVEN ERFAHRUNGEN UND REFLEXIONEN ÜBER SOZIALWISSENSCHAFTLICHE DATENERHEBUNG WÄHREND DER COVID-19-PANDEMIE (Version 1, pp. 19–32). Sektion für Soziologische Methoden und Forschungsdesigns der ÖGS.
https://doi.org/10.5281/zenodo.8275875
3 – Schäfer Kristina. (2023). NARRATIVE INTERVIEWING IN THEORY AND PRACTICE: METHODOLOGICAL CHALLENGES AT THE BEGINNING OF THE COVID-19 PANDEMIC. In VON EINSCHRÄNKUNGEN ZU NEUEN PERSPEKTIVEN – ERFAHRUNGEN UND REFLEXIONEN ÜBER SOZIALWISSENSCHAFTLICHE DATENERHEBUNG WÄHREND DER COVID-19-PANDEMIE (Version 1, pp. 33–49). Sektion für Soziologische Methoden und Forschungsdesigns der ÖGS.
https://doi.org/10.5281/zenodo.8275884
Tagungsbeiträge:
4 – Bacher Johann. (2023). DATENFUSION IN DEN SOZIALWISSENSCHAFTEN – EIN NICHT GENUTZTES POTENTIAL?. In VON EINSCHRÄNKUNGEN ZU NEUEN PERSPEKTIVEN – ERFAHRUNGEN UND REFLEXIONEN ÜBER SOZIALWISSENSCHAFTLICHE DATENERHEBUNG WÄHREND DER COVID-19-PANDEMIE (Version 1, pp. 51–62). Sektion für Soziologische Methoden und Forschungsdesigns der ÖGS.
https://doi.org/10.5281/zenodo.8275892
5 – Weinhardt Michael, & Simonson Julia. (2023). DER DEUTSCHE ALTERSSURVEY (DEAS) WÄHREND DER CORONA-PANDEMIE: DESIGNANPASSUNGEN UND ENTWICKLUNGEN. In VON EINSCHRÄNKUNGEN ZU NEUEN PERSPEKTIVEN – ERFAHRUNGEN UND REFLEXIONEN ÜBER SOZIALWISSENSCHAFTLICHE DATENERHEBUNG WÄHREND DER COVID-19-PANDEMIE (Version 1, pp. 63–80). Sektion für Soziologische Methoden und Forschungsdesigns der ÖGS.
https://doi.org/10.5281/zenodo.8275897
6 – Sauer Stefan. (2023). DIE CORONA-PANDEMIE ALS INITIATORIN EINES DISRUPTIVEN WANDELS? ODER: VON DER FIXIERUNG UND FLUIDITÄT DER METHODEN. In VON EINSCHRÄNKUNGEN ZU NEUEN PERSPEKTIVEN – ERFAHRUNGEN UND REFLEXIONEN ÜBER SOZIALWISSENSCHAFTLICHE DATENERHEBUNG WÄHREND DER COVID-19-PANDEMIE (pp. 81–92). Sektion für Soziologische Methoden und Forschungsdesigns der ÖGS.
https://doi.org/10.5281/zenodo.8275914
Wo sich unsere Wege kreuzen können?
Wir sehen uns beim ÖGS Kongress 2025! Natürlich bieten wir wieder Panels und Sektionsveranstaltungen an.
Wir freuen uns darauf, viele Methodeninteressierte kennen zu lernen und bekannte Gesichter wieder zu sehen.
Nachwuchs und Anerkennungspreis
Die Sektion für soziologische Methoden und Forschungsdesigns vergibt seit 2022 im Rahmen Ihrer Sektionstagungen einen Preis für methodische und methodologische Arbeiten aus dem wissenschaftlichen Nachwuchs.
Zum ersten mal wurde dieser Preis im Nov. 2022 während der Wintertagung der Sektion an der JKU vergeben, 2024 zum zweiten mal – erneut bei der Wintertagung an der JKU.
2. Nachwuchs- und Anerkennungspreis der Sektion 2024
Preisverleihung an der JKU – v.l.n.r.: Marius Lidke, Elena Stuhlpfarrer, Wilfred Uunk (Sektionssprecher), Nikita Kvir, Dimitri Prandner (Sektionssprecher) und Paul Malschinger; nicht im Bild: Manuela Grünangerl
Der zweite Nachwuchs und Anerkennungspreis der Sektion wurde für die 5 Preisträger:innen bereitgestellt, um ihre Reisekosten für die Teilnahme an der Tagung zu finanzieren.
Wir gratulieren Herzlich!
1. Nachwuchs- und Anerkennungspreis der Sektion 2022
Preisverleihung an der JKU – v.l.n.r.: Sektionsprecher*innen Dimitri Prandner und Anja Eder; Preisträgerinnen Kristina Schäfer und Claudia Csida
Der erste Nachwuchs und Anerkennungspreis der Sektion war mit 200 € dotiert und ging in gleichen Anteilen an die Preisträger*innen Kristina Schäfer und Claudia Csida!
Wir gratulieren Herzlich!






