Replik auf den Offenen Brief an den ÖGS-Vorstand vom 12.11.2025

In ihrem Offenen Brief an den Vorstand1 kritisieren die Verfasser:innen sowohl die Entscheidung des damaligen Vorstands, aus der ISA auszutreten, als auch die Art und Weise, in der diese Entscheidung zustande gekommen ist.

Als neuer, seit dem 01.01.2026 amtierender Vorstand, nehmen wir diese Kritik zum Anlass für eine vertiefte Auseinandersetzung mit der vereinsinternen Willensbildung und dem Umgang mit aktuellen politischen Entwicklungen. Um die Repräsentation und Mitsprache der Mitglieder bei wichtigen Entscheidungen zu gewährleisten, planen wir aktuell unterschiedliche Maßnahmen. Diese betreffen Regelungen für eine demokratische Verfahrensweise bei Entscheidungen über den Beitritt/Austritt bzw. grundlegende Stellungnahmen gegenüber internationalen Fachgesellschaften ebenso wie die Organisation von Diskussionen über die im Offenen Brief angesprochenen Themen der Wissenschaftsfreiheit und politischen Verantwortung.

Zugleich möchten wir festhalten: Die ÖGS ist ein Verein (und keine NGO, wie es der Offene Brief stellenweise nahelegt); Mitbestimmungs- und Entscheidungsrechte sind daher an die Mitgliedschaft gebunden. Sofern die Unterzeichnenden des Offenen Briefs ÖGS-Mitglieder sind, laden wir sie ausdrücklich und herzlich ein, sich mit eigenen Vorschlägen und Ideen in die jetzt laufenden Prozesse aktiv einzubringen.

Der Vorstand der ÖGS

20.02.2026