Einträge von Generalsekretariat

Die ÖGS beendet ihre kollektive ISA-Mitgliedschaft

Die International Sociological Association (ISA) hat Ende Juni 2025 die Israeli Sociological Society (ISS), eines ihrer nationalen Mitglieder, vorübergehend ausgeschlossen. Grund dafür ist, dass sich die ISS nach Meinung des ISA-Vorstands nicht deutlich genug von der israelischen Politik im Gaza-Krieg distanziert hat. Die Österreichische Gesellschaft für Soziologie (ÖGS) lehnt diese Entscheidung der ISA ausdrücklich ab und beendet ihre kollektive ISA-Mitgliedschaft bis auf Weiteres.

Anspruch und Aufgabe der ISA ist es, die Soziologie weltweit zu repräsentieren, zu vernetzen und zu fördern, und zwar unabhängig von Denkschulen, Methodologien oder politischen Meinungen (siehe Artikel 1 der ISA-Statuten).
Zu den Aufgaben der ISA zählt es nicht, politische Kommentare zu strittigen Themen im Namen der ISA abzugeben (wie mehrfach zum Gaza-Krieg), die nicht einmal mit den nationalen Mitgliedern akkordiert sind.
Zu den Aufgaben der ISA zählt es ebenfalls nicht, nationale Mitglieder zu disziplinieren (oder gar auszuschließen), die die politische Meinung des jeweiligen ISA-Vorstands nicht teilen oder öffentlich vertreten.

Kriege und bewaffnete Konflikte sollten Gegenstand internationaler soziologischer Tagungen und Debatten sein. Fachgesellschaften wie die ISA sollten Orte des offenen, kritischen Diskurses schaffen. Diesen Anspruch erfüllt die ISA aktuell offensichtlich nicht. Deshalb beendet die ÖGS ihre Mitgliedschaft.

Der Vorstand der ÖGS

Alexander Bogner in einem Sommergespräch über das Klima der Gesellschaft und überhitzte Debatten (Die Presse)

06/07/2025 | Die Presse Warum eskalieren gesellschaftliche Debatten so schnell? Was treibt die Überhitzung unseres gesellschaftlichen Klimas an – und wie lässt sich der Dialog wieder versachlichen? Im Gespräch mit der „Presse“ analysiert Alexander Bogner, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie, Ursachen und Auswege aus der Kommunikationskrise. Ganz zu lesen ist das Interview hier: Zum […]

Albert-Ballin-Förderpreise für Globalisierungsforschung 2025

Die Preise werden an Graduierte vergeben und im Rahmen einer öffentlichen Präsentation ihrer Ergebnisse an die Preisträger:innen in Hamburg überreicht. Ausgezeichnet werden Dissertationen, die in sozial-, geistes- oder kultur-wissenschaftlichen Disziplinen angefertigt wurden. Bewerbungsfähig sind unveröffentlichte oder längstens ein Jahr vor Ablauf der Ausschreibungsfrist veröffentlichte Promotionsschriften, die nicht bereits anderweitig ausgezeichnet wurden. Über die Vergabe entscheidet eine interdisziplinär besetzte Jury.