Ein gutes Leben durch weniger Konsum – Widerspruch oder Lösungsweg? Die Bedeutung von Suffizienz für den Konsum der Zukunft ist das Thema des 5. Symposiums Konsum neu denken, dass vom 23.-24. September 2021 an der Universität für Bodenkultur in Wien stattfinden wird. Die Organisation übernehmen Prof. Dr. Petra Riefler und Charlotte Baar, MSc vom Institut für Marketing und Innovation, Department für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität für Bodenkultur Wien.

Neben dem Ansatz der Suffizienz auf individueller Ebene sind institutionelle/politische (z.B. Anreize), gesellschaftliche (z.B. Werte und Normen einer Gesellschaft) sowie makroökonomische (z.B. Postwachstums-Volkswirtschaften) Rahmenbedingungen wichtige Themenfelder, die gesamtheitliche und interdisziplinäre Betrachtung benötigen. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich seit einigen Jahren eine fachübergreifende Debatte, die durch die Pandemie aktuell verstärkt wird, ob suffiziente Lebensweisen eine zukunftsfähige Vision für nachhaltige Gesellschaften darstellen können. Generell lässt sich sagen, dass das Konzept der Suffizienz das Paradigma wachstumsorientierter Wirtschaftssysteme in Frage stellt und es Alternativen (Postwachstumsökonomie) bedarf, die den Wohlstand von Gesellschaften trotz Konsumreduktion langfristig gewährleisten.

Die erwähnten Aspekte sind nur einige einer Vielzahl inter- und transdisziplinärer Themen- und Problemfelder, die mit der Vision von suffizienten Konsumgesellschaften einhergehen, und Ideen- und Lösungsfindung bedürfen. Im Rahmen des Symposiums sollen Chancen, Barrieren, Herausforderungen und Rahmenbedingungen für suffizientere Konsumgesellschaften näher beleuchtet und aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert werden.

Das Symposium richtet sich an alle interessierten Personen. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft (Wirtschaftswissenschaften, Soziologie, Psychologie, Philosophie, Nachhaltigkeitsforschung, Bildungswissenschaften, Fachdidaktik, Politikwissenschaft und andere) und Praxis (Politik, Unternehmen, Lehrpersonen an Schulen, NGOs, Soziale Bewegungen) sind ebenso eingeladen, wie Bürger*innen mit Erfahrungen in suffizienten Lebensweisen.

Wissenschaftliche Beiträge in Form von Extended Abstracts (Länge max. 2 A4-Seiten, inkl. Angabe von Kontaktdaten, dem Titel der Arbeit und Inhaltsbeschreibung) können bis spätestens 14. Mai 2021 über die Konferenzwebseite eingereicht werden. Doktoratsstudierende und Nachwuchswissenschaftler*innen sind ausdrücklich zur Einreichung von Beiträgen eingeladen.

Die ausführliche Beschreibung des Themas des 5. Symposiums und die Möglichkeit zur Teilnahme finden Sie hier. Wir würden uns freuen, Sie auf dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen.