Geschichte der Soziologie Sektion der ÖGS

Aktuelles

Call for papers für die Sektionsveranstaltung am Kongress 2021

 

 

Krisen und ihre Spuren in der Soziologiegeschichte

Sektionsveranstaltung Geschichte der Soziologie

Organisation: Christian Dayé (ÖGS) & Claudius Härpfer (DGS)

 

Die Leitfrage des Kongresses, wie denn nun die Post-Corona-Gesellschaft aussehen werde, rückt den großen sozialen Wandel in den Vordergrund und hat damit per se eine historische Dimension. Diese lässt sich zum Einen überführen in eine Suche nach historischen Parallelen und der Frage, was die Soziologie – sehr breit verstanden – in der Vergangenheit zur Bewältigung von Krisen beizutragen hatte. Welcher Art waren diese Beiträge der Soziologie? Waren das theoretische Reflexionsangebote? Prognostische Planungsmethodiken? Empirische Identitätsstiftung auseinanderklaffender Gesell­­schaften? Was davon war in welcher Konstellation erfolgreich, und weshalb?

Zum Zweiten könnte das Verhältnis Soziologie und Gesellschaft in den Blick genommen werden. In Krisen, so liest man zuweilen, verflüchtigt sich das Beschönigende und die Beschaffenheit bestimmter soziale (Miss-) Verhältnisse tritt klar zutage. Was lässt sich aus vergangenen Krisen über die Verortung der Soziologie in der Gesellschaft, über ihr Selbst- und Fremdbild als Teil der Gesellschaft sagen?

Schließlich könnte man auch der Frage nachgehen, welche sprach- und somit erkenntnisformenden Auswirkungen Krisen auf die Soziologie hatten. Welche Themen, Theorien, Begriffe waren nach Bewältigung einer Krise obsolet geworden, etwa weil sich die Gestalt der Soziologie durch die Krise massiv verändert hatte? Und lassen sich daraus Hypothesen ableiten, wie sich die Soziologie durch die gegenwärtige Krise transformieren wird?

Wir freuen uns, zu diesen und ähnlichen Fragen soziologiehistorische Beiträge übermittelt zu bekommen und bitten um Abstracts (1-2 Seiten) bis zum 15.4. an:

christian.daye@tugraz.at und chaerpfer@soziologie.rwth-aachen.de