Aufruf: Vernetzungstreffen Jugendsoziologie

Als Jugendforscher*innen versuchen wir zu verstehen, wie sich gesellschaftliche Veränderungen auf die Lebensrealitäten und auf die -verläufe der heutigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen auswirken. Zahlreiche internationale als auch nationale Forschungsprojekte beschäftigten sich mit Themen der Jugendforschung. Bisher sind sie jedoch für viele Forscher*innen unbekannt. Gerne möchte ich daher anregen, Interessierte der Jugendforschung innerhalb der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie zu vernetzen, um auch die „Jugendforschung“ als Sektion der ÖGS zu etablieren. Bei Interesse bitte ich Interessent*innen sich unter ralph.chan(at)univie.ac.at zu melden.

Ralph Chan ist derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für LehrerInnenbildung und Doktorand am Institut für Soziologie an der Universität Wien. Seine Forschungsinteressen sind Jugend- und Bildungssoziologie, Stadtforschung und Sozialpolitik. Er forscht über das österreichische Bildungs- und Ausbildungssystem, bürgerschaftliches (digitales) Engagement.
Er ist Mitglied von der ISA RC34 (International Sociological Association – RC34 Sociology of Youth), Gründungsmitglied der RYOT Network (Research on Youth Opportunities and Transitions, http://ryot-network.eu/ ) und des #Youth #Education PhD Club der Vienna Doctoral School of Social Sciences (https://vds-sosci.univie.ac.at/your-benefits/phd-clubs/).

Social Justice in Times of Uncertainty (Congress): Book of proposals & calls

The 2021 Congress of the Swiss Sociological Association (SSA) has decided on 20 semi-plenary sessions (including three books presentations, one round table and two film screening & discussions) and 43 paper sessions. Most proposals are in English, some in French and German (we kept the original language of each submitted proposal). They feel that Switzerland is well represented with propositions from Universities and Universities of Applied Sciences and with some international guests. They invite now paper proposals to the sessions collected in the Book of proposals & Call for abstracts.

Social Work and Policing – and Public Sociology

Dr. Günter Stummvoll wird am Donnerstag, 17. Dez. 2020 um 13:00-14:00 Uhr einen Jour Fixe Vortrag im European Centre for Social Welfare Policy and Research halten. In dem Vortrag wird über das EU-Projekt „SWaPOL – Social Work and Policing“ (ERASMUS+ Strategische Partnerschaften) berichtet und gleichzeitig über die Einordnung des Projekts in die Theorie der ‚Public Sociology‘ (Burawoy 2005) reflektiert. Dieses Projekt gibt Anlass, um über den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit nachzudenken: Welche Schlüsse können daraus für die außeruniversitäre Forschung gezogen werden?

Gesundheitssystem der Zukunft – Zukunft der Gesundheit

Mit der SARS-CoV-2-Pandemie gerät Gesundheit als konstitutionelle Voraussetzung gelingen- der Vergesellschaftung in den öffentlichen Blick. Gesundheit wird fraglos als gesellschaftlicher Zentralwert erkannt und ganz offensichtlich kollektive (und nicht nur individuelle) Verantwortung dafür zugewiesen. Die Erhaltung von Gesundheit und die Vermeidung von Krankheit und Tod ist daher eine kollektive Anstrengung, die, so hat es jedenfalls den Anschein, alle anderen gesellschaftlichen Felder und Bereiche bestimmt, wenn nicht sogar dominiert. Diese Überlegung kann ein Ausgangspunkt für einen Kongress sein, in dem mit der Pandemie die herausragende Bedeutung von Gesundheit für Vergesellschaftung zu thematisieren ist. Das neuartige Corona- virus stellt nicht nur ein Gesundheitsproblem (unter vielen anderen) dar, vielmehr belegt ihn der öffentliche Diskurs als Bedrohung sozialer Ordnung schlechthin, die sich im Krisenmodus zu befinden scheint und sich immer wieder neu ausrichtet: Die Pandemie irritiert soziale Ordnung und stellt viele sicher geglaubte Gewissheiten in Frage.

CfP Soziologiekongress: Schüler*innen ohne Schule

Schüler*innen ohne Schule – (Bildungs-)Strategien Heranwachsender unter Pandemiebedingungen. Gemeinsame Sektionsveranstaltung der DGS-Sektion „Bildung und Erziehung“, der ÖGS-Sektion „Bildungssoziologie“ und des Forschungskomitees „Bildungssoziologie“ der SGS auf dem Zwei-Länder-Kongress 2021.

Stipendium: Austrian Marshall Plan Foundation-Schumpeter Fellowship

Die Schumpeter-Gesellschaft Wien ist eine wissenschaftliche Gesellschaft mit Sitz in Wien. Ihre Mitglieder sind Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Auch heuer schreibt die Schumpeter-Gesellschaft Wien gemeinsam mit der Austrian Marshall Fund Foundation wieder das AMPF-Schumpeter Fellowship aus. Mithilfe dieses Programms konnte bereits 33 “Research Fellows” die Möglichkeit gegeben werden, einen Forschungsaufenthalt an der Universität Harvard anzutreten.
Das Forschungsstipendium richtet sich an Post-Docs deren Doktoratsabschluss bis zu 6 Jahre her ist und deren Fachgebiete in den Wirtschaftswissenschaften, Politikwissenschaften, Sozialwissenschaften oder der Wirtschaftsgeschichte liegen. Die Höhe des Fellowships beträgt EUR 30.000 für Reise- und Aufenthaltskosten.Die weiteren Details können Sie der beigefügten Ausschreibung entnehmen. Gerne können Sie diese an Personen weiterleiten, die für dieses Fellowship in Frage kommen.
Bewerbungsfrist ist der 15. Dezember 2020.

Wissenschaftliche*r Projektmitarbeiter*in (m/w/d) (30 h/Woche, Mag.-/Master-Abschluss, Forschungserfahrung)

Das Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie erarbeitet wissenschaftliche Grundlagen für eine evidenzbasierte Praxis in Politik und Gesellschaft. Wir forschen in interdisziplinär zusammengesetzten Teams zu Sicherheit, rechtlichen Normen und Rechtswirksamkeit, Kriminalität, Gewalt und Extremismus, sozialer Kontrolle und Sozialer Arbeit. Unsere sozialwissenschaftlichen Studien begleiten die Implementierung von Maßnahmen und Gesetzen und erfassen die Wirkungen sozialer und rechtlicher Interventionen mit einem vielfältigen und elaborierten Methodenspektrum.

CfP Schwerpunktheft der ÖZS: „Geburtskulturen im Wandel“

Blickt man auf aktuelle Geburtskulturen, formieren sich zunehmend Kritiken an Aspekten rund um das Ereignis Geburt, es scheint sich ein neues Unbehagen an der Geburt zu artikulieren. Während die Diskussionen um „Black Birthing Justice“ in den USA auf rassistische Strukturen in der Geburtshilfe hinweisen und in einigen lateinamerikanischen Ländern geburtshilfliche Gewalt bereits als Rechtsgegenstand verhandelt wird, hat diese Debatte in Europa gerade erst begonnen. Seit einigen Jahren engagieren sich Aktivist*innen der so genannten „Roses Revolution“ gegen geburtshilfliche Gewalt in Europa. Sie beziehen sich dabei auf Erfahrungen respektlosen Umgangs und ungerechtfertigter Behandlung bis hin zu körperlicher Misshandlung, die Gebärende erleben. Frauen sprechen öffentlich über als traumatisch beschriebene Geburtserfahrungen und verweisen in diesem Zusammenhang auf die Folgen der weitreichenden Medikalisierung von Geburt. In jene Debatten sind auch die ehemals emanzipatorischen/feministischen Kämpfe um Autonomie und selbstbestimmtes Gebären eingelassen, die sich jedoch als ambivalent erweisen. Beiträge in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag „#metoo im Kreißsaal“ rekurrieren auf den Wunsch nach einer „natürlichen“ oder „sanften“ Geburt, der meist mit einer Naturalisierung von Körpern, Geschlecht, Mutterschaft und Weiblichkeit einhergeht. Jene Praktiken der Allein- und Hausgeburt, bei denen das „somatische Wissen“ der Gebärenden (wieder) ins Zentrum der Geburt treten soll, sind einschlägige Beispiele für dieses Phänomen der Bioromantisierungen der Geburt.