ÖGS Forschungsstipendium am AGSÖ

Die Österreichische Gesellschaft für Soziologie (ÖGS) vergibt ein Forschungsstipendium am Archiv für die Geschichte der Soziologie in Österreich (AGSÖ) an der Universität Graz.

Das Archiv für die Geschichte der Soziologie in Österreich (AGSÖ) wurde 1987 als Sondereinrichtung der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (ÖGS) an der Universität Graz gegründet. Seit 2006 ist das AGSÖ ein eigenständiger Verein, der folgende drei Aufgaben übernimmt:

  • Sammeln wissenschaftshistorisch relevanter Dokumente (Nachlässe, Tondokumente, Bilder, Druckwerke)
  • Forschungen zur Geschichte der Sozialwissenschaften unter besonderer Berücksichtigung Österreichs
  • Öffentlichkeitsarbeit (Publikationen, Ausstellungen, Websites)

Im Rahmen des Forschungsstipendiums werden Reise- und Übernachtungskosten im Ausmaß von max. 500 Euro gefördert. Das Stipendium richtet sich insbesondere an den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Anforderungen

Der inhaltliche Schwerpunkt des Forschungsaufenthalts sollte sich auf die Geschichte der Soziologie in Österreich beziehen; Arbeiten zur Geschichte der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (ÖGS) sowie zur Österreichischen Zeitschrift für Soziologie (ÖZS) sind herzlich willkommen.

Für die Einreichung der Bewerbung werden folgende Unterlagen benötigt:

  • Arbeits-/Projekttitel
  • Forschungsvorhaben/Exposé (ca. 400 Wörter)
  • Disseminationsstrategie (Qualifizierungsarbeit, Buchbeitrag, Journal-Artikel, etc.)
  • Lebenslauf sowie bisheriger akademischer Werdegang

Der Besuch im AGSÖ ist mit einer Betreuung durch den geschäftsführenden Leiter verbunden.

Bewerbung

Richten Sie ihre Bewerbung per E-Mail bis spätestens 1. Mai 2022 an die Geschäftsstelle der ÖGS (office@oegs.ac.at). Über die Vergabe des Forschungsstipendiums entscheidet der Vorstand der ÖGS in Absprache mit dem AGSÖ.

Für die Abrechnung der Reise- und Übernachtungskosten werden die Originalbelege benötigt, die Sie per E-Mail und postalisch an die Geschäftsstelle der ÖGS senden. Weiters ist ein kurzer Endbericht (ca. 1.500 Wörter) abzugeben, der gemeinsam mit dem Forschungsvorhaben auf der Homepage der ÖGS und AGSÖ veröffentlicht wird.

Bei weiteren Fragen richten Sie sich direkt an die Geschäftsstelle der ÖGS (office@oegs.ac.at) oder an den geschäftsführenden Leiter des AGSÖ, Dr. Andreas Kranebitter (andreas.kranebitter@uni-graz.at).

Download der Ausschreibung als pdf-Dokument

XX ISA World Congress of Sociology

Resurgent Authoritarianism: The Sociology of New Entanglements of Religions, Politics, and Economies

The global rise of authoritarianism, as well as populism, xenophobia, and racism, makes our task as sociologists more crucial than ever. This dilemma is assisted by the gradual symbolic thickening of public culture through combinations of extreme nationalist and religious fervor.

What is the best way to analyze global resurgent authoritarianism? In addition to dealing with the scars of the colonial era, a postcolonial approach should be supplemented with another approach; we need to find ways to diagnose and resist this resurgence. This approach should take into account how authoritarianism affects not only our societies, but also our knowledge production. The self-centered and unspoken have become more important than the told and argued. We are concerned not only with the hard authoritarianism that heralds the brutalization of society and politics, but also the soft authoritarianism that often thrives in the shadow of neoliberalism, as the state moves deftly in the open or in secret to devise modes of governance that shore up its power against popular discontent.

A special interest of our Congress is how to disaggregate the Western, but also sociological, assumption of secularism as inherent in modern society and at the same time analytically dissociate the state from religion. While this separation is still a crucial pathway toward democracy and citizenship, the process needs to be problematized. We particularly look forward to discussing the promising avenues of inquiry within sociology and related disciplines about what have been termed ‘post-secular societies’ and ‘multiple secularities’.

Thus the XX ISA World Congress of Sociology will focus on how sociologists worldwide can (and do) contribute to the understanding of the resurgent authoritarianism and analyze the new entanglements of religions, politics, and economies. It will also focus on how sociologists engage (physically and critically) in the formidable social movements we are witnessing today in different parts of the world and in a renascent civil society.

The XX ISA World Congress of Sociology in Melbourne, Australia, June 25-July 1, 2023 will be in hybrid format.

more Information on the ISA website…

Migrationsdaten der Statistik Austria – Überblick und Zugang (Sektion Migrations- und Rassismusforschung)

Eine Veranstaltung der Sektion Migrations- und Rassismusforschung, Österreichische Gesellschaft für Soziologie

Donnerstag, 7. April 2022: hybrid (Universität Wien oder per Zoom)
16:00-17:30 Vortrag von Julia Schuster, PhD (Statistik Austria) und Diskussion
17:30-18:30 Sektionstreffen

Die Veranstaltung im Detail

Statistik Austria erstellt regelmäßig verschiedene migrationsbezogene Statistiken, die unter anderem internationale Migrationsbewegungen und Binnenmigration innerhalb Österreichs, sowie Daten über Asylanträge umfassen und sich großteils aus registerbasierten Datenquellen speisen. Darüber hinaus decken verschiedene Survey-Erhebungen des Hauses statistische Informationen über Personen mit Migrationshintergrund (nach Definition der Statistik Austria) oder sogenannte Integrationsthemen ab. Vieles davon ist über die Website von Statistik Austria für externe Nutzer:innen direkt abrufbar, entweder als vorgefertigte Auswertungstabellen oder als Open Data Bestände sowie Datenwürfel (STATcube), mit denen eigene Auswertungen durchgeführt werden können. Es gibt aber auch die Möglichkeit, Sonderauswertungen in Auftrag zu geben oder für bestimmte Zwecke vor Ort bei Statistik Austria selbst mit Mikrodaten zu arbeiten. Das in Entstehung befindliche Austrian Micro Data Center soll den Datenzugang für die Wissenschaft in Zukunft weiter erleichtern und ausbauen. Diese Veranstaltung bietet einen Einblick in die Bandbreite der migrationsbezogenen Daten bei Statistik Austria, erläutert deren Quellen und Hintergründe und klärt Fragen über den Zugang.

Julia Schuster, PhD ist Soziologin und seit 2020 bei Statistik Austria für Wanderungs- und Asylstatistiken zuständig. Von 2014 bis 2020 war sie Universitätsassistentin an der Johannes Kepler Universität Linz. Sie ist weiterhin wissenschaftlich tätig und Mitglied des Sektionsrats der ÖGS Sektion Migrations- und Rassismusforschung.

Die Veranstaltung besteht aus einem inhaltlichen Input, gefolgt von einer Q&A Session mit allen Teilnehmenden. Im Anschluss an die Veranstaltung sind alle Anwesenden (online und vor Ort) eingeladen, am Treffen der Sektion Migrations- und Rassismusforschung teilzunehmen, um mehr über die Sektion zu erfahren (s. https://oegs.ac.at/migrations-undrassismusforschung/) und bei Interesse, die Sektionsarbeit mitzugestalten.

Wann: 7. April 2022, 16:00-17:30; anschließendes Sektionstreffen 17:30-18:30
Wo: Die Veranstaltung findet im Hybridmodus statt. Sie können vor Ort (Rathausstraße 19, Stiege 2, Hochparterre, Raum H10) oder per Zoom teilnehmen. Wir bitten um Anmeldung inkl. Bekanntgabe, ob Sie in Präsenz oder digital teilnehmen, bis 5. April 2022 per Email (migration(at)oegs.ac.at). Sie bekommen nach Anmeldung den Zoom-Link zugeschickt.
COVID-19: An der Universität Wien gilt die FFP2-Maskenpflicht. Konkrete und aktuelle Informationen schicken wir kurz vor der Veranstaltung aus.

Veranstaltungseinladung (pdf-Version)